Für Schweizermeisterschaft qualifiziert
Am 7. und 8. Januar 2012 fand das letzte A-Meisterschaftswochenende in Genf statt. Am Samstag konnten wir unser Können unter Beweis stellen und beide Spiele gewinnen. Das erste Spiel am Sonntag konnten wir leider nicht für uns entscheiden. Nach einem Kopf an Kopf rennen gegen Zug-Wetzikon mussten wir eine Niederlage mit dem letzten Stein einstecken. Top motiviert gingen wir in das letzte Spiel gegen Genf, konnten unsere Form halten und gingen als Sieger vom Eis.
Somit haben wir uns mit 20 Punkten auf dem ersten Rang für die Schweizermeisterschaft qualifiziert. Diese wird an den Wochenenden vom 27.-29. Januar und 4.-6. Februar 2012 in der Curlinghalle in Baden ausgetragen.
Ungeschlagen nach 2. Meisterschaftswochenende
Am 3. und 4.Dezember 2011 hatten wir das Glück in der schönsten und neusten Curlinghalle - und wohl auch der am weitesten entfernten – eine weitere Meisterschaftsrunde zu spielen.
Trotz des etwas durchzogenen Wochenendes in Thun starteten wir topmotiviert und voller Kampfgeist in den ersten Match, erneut gegen Morges, welchen wir nach 6 Ends für uns entscheiden konnten. Der zweite Match gegen Basel-Biel Kägi-fret, ein Team, das wir ebenfalls bereits in Thun angetroffen hatten, war sehr spannend. Zu Beginn von beiden Seiten her mit wenig Risiko gespielt, hatte dies zwei Nuller-Ends zur Folge. Da unsere Skipin einen Top-Match spielte, wobei die anderen Spielerinnen nicht unwesentlich dazu beitrugen, gingen diese zwei Punkte erneut auf unser Konto.
Auch den Match am Sonntag gegen Langenthal-Dübendorf konnten wir trotz anfänglich schwacher Leistung noch zu unseren Gunsten beenden.
Nach diesem Wochenende schreiben wir eine 7:0 Bilanz =)
Vorerst haben wir jetzt eine kleine Verschnaufpause, bis im Januar das letzte Wochenende mit weiteren vier Spielen in Genf ansteht.
Bericht Berner Zeitung
Wir schreiben das Jahr 1986, der gebürtige Wimmiser Heinz Schmid besucht in seiner Funktion als Leiter des Juniorenzentrums Thun ein Nachwuchsturnier in Schottland und sagt sich: «So etwas können und müssen wir in Thun auch auf die Beine stellen.» Gesagt, getan. Nur ein Jahr später begrüssen die Thuner in der Curlinghalle Teams aus ganz Europa.
Am Wochenende feierte das Turnier nun sein 25-jähriges Jubiläum. Schmid, mittlerweile 70 Jahre alt, ist dem Curling immer noch sehr verbunden. Der ehemalige Elitenationaltrainer ist Coach diverser Nachwuchsteams. Unter anderem hat er vor drei Jahren die Juniorinnen der CBA Bern übernommen. Gleich im ersten Jahr schaffte er mit diesen den Aufstieg in die höchste Schweizer Liga – und erreichte Rang 4 an den nationalen Meisterschaften. Das gleiche Resultat gelang ihm mit dem Team in der vergangenen Saison – einer durchaus erfolgreichen Spielzeit. Eine grosse Enttäuschung setzte es aber im Vorjahr an «seinem» Turnier in Thun ab. Als Neunte waren die Bernerinnen das schlechtklassierteste von insgesamt fünf Schweizer Teams. Am Wochenende wollte man die letztjährige Scharte auswetzen. Doch es lief auch in diesem Jahr nicht nach Wunsch. Im Gegenteil.
Letztes Junioren-Jahr
Nach vier von fünf Vorrundenspielen waren Skip Nadine Lehmann, Gisèle Beuchat, Valérie Lutz und Jenny Perret bereits ausgeschieden. «Das Potenzial ist vorhanden», sagt deren Coach, nur abrufen könne man das in Thun einfach nie. Die Spielerinnen relativieren die Niederlagen. «Das Turnier hat zwischen zwei Meisterschaftsrunden stattgefunden», sagt Nadine Lehmann. Und in dieser Meisterschaft hat man sich nach zwei vierten Plätzen hohe Ziele gesetzt. Während Coach Schmid «nur» von einer Medaille spricht, sagt Lehmann: «Wir wollen den Titel.» Dann könnte das Team im März an der WM in Schweden teilnehmen. Es wäre ein schöner Abschluss, denn weil die 21-jährige Lehmann im nächsten Jahr nicht mehr auf Juniorenstufe starten darf, ist die Zukunft des Teams ungewiss. «Ich hoffe, dass ich Anschluss an ein Eliteteam finde», sagt Lehmann.
Grosse Belastung
Andere im Team können sich auch eine ein- oder zweijährige Auszeit vorstellen, denn die Doppelbelastung mit Schule und Sport ist gross. Lehmann ist die Einzige, die ihre Ausbildung bereits abgeschlossen hat. Während Lutz in Freiburg Biomedizin studiert und Perret das KV in einer Maschinenfabrik absolviert, besucht Beuchat noch das Gymnasium im Berner Kirchenfeld. Die erst 16-Jährige gehört nach dem Abgang von Tamara Michel erst seit dieser Saison zum Team. «Im Winter haben wir selten ein freies Wochenende, da bleibt neben Curling und Schule kaum noch Zeit für andere Sachen», sagt Lutz, die während der Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City vom Curlingvirus erfasst wurde. Damals sah sie im TV, wie die Schweiz im Finalspiel den Schottinnen um Skip Rhona Martin unterlag. Auf deren Tochter Jennifer trafen die Bernerinnen im abschliessenden, unbedeutenden Gruppenspiel. Die Bernerinnen hielten gut dagegen, mussten sich aber am Ende, nach einem dummen taktischen Fehler, dennoch mit einer 5:6-Niederlage geschlagen geben. Fazit: Nur Schlussrang 11 unter 12 Teams. Trotzdem sagen die jungen Frauen: «Einmal an einer Elite-WM oder Olympischen Spielen teilnehmen, das wäre ein Traum», um gleich zu ergänzen: «Träumen darf man immer.»
Viel wichtiger als das Turnier in Thun ist für die Bernerinnen die zweite von drei Meisterschaftsrunden am kommenden Wochenende. Die ersten vier Spiele vor einer Woche in Wetzi-kon konnte man siegreich gestalten. Interessant, den einzigen Sieg in Thun fuhren die Bernerinnen gegen ein anderes, in Thun erfolgreicheres Schweizer Team ein, das Team Basel-Biel um Skip Melanie Barbezat. Die SM-Dritten der Vorsaison besiegten im kleinen Final Martin – und treffen am Samstag in Flims erneut auf Lehmann, dann im Rahmen der Schweizer Meisterschaften.
EJCT Thun
Bereits zum 25. Mal fand vom 24.-27.11.2011 das European Junior Curling Tournament in Thun statt. Aufgrund unserer guten Leistungen im Vorjahr haben wir uns qualifiziert und wie viele andere Teams aus ganz Europa, liessen wir es uns nicht nehmen, an diesem topbesetzten Turnier anzutreten.
Am Donnerstag spielten wir trotz internationaler Besetzung zuerst gegen Morges und anschliessend gegen Basel-Biel Kägi-fret. Wobei uns ein Sieg gegen letztere gelang.
Aus schulischen Gründen konnten wir am Donnerstag und am Freitag je einen Match nicht in der üblichen Aufstellung spielen. Jedoch hatten wir mit Jana Stritt einen würdigen „Ersatz“ gefunden. (Danke Jana)
Zu unserer grossen Enttäuschung konnten wir in Thun, abgesehen von einem Match, nie unsere gewohnte Leistung abrufen. Nichts desto trotz sind wir dann am nächsten Meisterschaftswochenende in Flims motiviert gestartet.
Anlässlich der Jubiläumsausgabe dieses Turniers, hat das Thuner Tagblatt sowie die Berner Zeitung (BZ) einen Artikel über unser Team verfasst.
Grandioser Auftakt in die Meisterschaftssaison
Am ersten Wochenende der Juniorinnen A-Liga in Wetzikon konnten wir alle 4 Spiele für uns entscheiden und führen momentan gemeinsam mit Basel-Biel Kägi-fret die Tabelle an. Nach den Siegen gegen Luzern, Glarus, Grindelwald und Uzwil können wir auf ein erfolgreiches Wochenende zurückschauen. Wir freuen uns bereits jetzt auf den nächsten Teil der Meisterschaften in Flims und sind fleissig am trainieren.
